Meine Erfahrungen mit dem Bantam-Anbau

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Mitte April 08

Aussaat der Maiskörner in 6cm oder 8cm-Einzeltöpfchen oder Multitopfplatten. Allerdings verwende ich keine "nährstoffreduzierte Aussaaterde", wie in der Anleitung. Die ist mir wegen ihres Torfgehaltes und ihres Preises zu schade für solche grobkornigen Aussaaten. Ich verwende mit Sand gestreckte Komposterde. In dieser Erde stehen auch meine pikierten Tomaten, ich hatte noch nie irgendwelche Probleme damit.
Die Töpfchen werden ins ungeheizte Gewächshaus gestellt, in dem meistens Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad Celsius herrschen, nachts auch mal um 5 Grad.

Mein Gewächshaus ist ein typisches Hobby-Gewächshaus der Firma Hoklartherm mit einer Größe von 4 m mal 2,5 m. Es steht in Würzburg.

29. April 08

Die ersten Maiskörner strecken ihre Triebe ans Licht. Die Keimrate ist hoch. Fast 100%. Da der Mais zu den Gräsern gehört, ist immer nur ein Keimblatt zu sehen. Das ist aber nur ganz am Anfang so, weil sich die Nachfolgeblätter auch gleich nachschieben.

7. Mai 08

Die Pflänzchen sind nun etwa 10 cm hoch. Reif zum Auspflanzen. Sie haben jetzt mehrere Blätter. Da kein Frost zu befürchten ist und die Tagestemperaturen über 20 Grad betragen, können die Jungpflanzen im Freien bleiben.

Mais 10 cm hoch

 

19. Mai 08

Der Mais ist am 10. Mai ausgepflanzt worden. Die Wurzeln waren sehr kräftig, haben aber den Ballen nicht gut gehalten. Es ist also empfehlenswert, etwas tiefere Töpfchen für die Aussaat zu nehmen. Die Durchschnittshöhe beträgt jetzt etwa 25 cm, die Entfernung von Pflanze zu Pflanze etwa 45 cm.
Die Pflanzen wachsen in einem Hangbeet. Auf dem Foto sieht man neben dem Mais Mulchmaterial zur Bodenbedeckung und noch andere Pflanzen, die dazwischen wachsen - Radies, Schnittlauch und Salat. Die ersten Bohnen keimen auch schon. Sie sollen sich an den Maispflanzen hochranken. Mal sehen, ob das klappt.

Mais ausgepflanzt

7. Juni 08

Die Maispflanzen sind kräftig gewachsen. Im Durchschnitt sind sie etwa 60 hoch und daumendick. Auch die Bohnen schlingen sich schon um den Mais. Nach meinem Eindruck wächst der Mais besonders gut, wo die Bohnen gekeimt sind. Die warme Witterung der letzten Wochen hat das Wachstum beschleunigt. Wenn ich den Mais auf Feldern damit vergleiche (bleistiftdick), sehe ich, dass die Vorkultur viel bringt.

7.Juni08

30. Juni 08 

Die ersten Blüten erscheinen. Die Pflanzen wachsen kräftig und schnell und sind jetzt 1,50 bis 2 m hoch. Die Pollen zur Bestäubung werden vom Wind transportiert.

Der Mais blüht

1. Aug. 08 

Höchste Zeit, dass geerntet wird, weil die Fäden, die aus der Hülle des Kolbens hervorquellen, schon braun geworden sind. 

Die Bohnen haben sich ebenfalls sehr gut entwickelt. Es ist die Sorte Blauhilde. Es stört gar nicht, dass sie sich recht wild zwischen den Kolben herumranken.


Ich habe den Eindruck, dass sich Mais und Bohnen in ihrem Wachstum gegenseitig fördern, weil beide ungewöhnlich gut gedeihen.

mit Bohnen

1. August 08 

So sehen die geernteten Kolben ohne Hüllblätter aus. Am rechten Kolben sieht man, dass einige Körner sich nicht entwickelt haben, weil sie nicht befruchtet worden sind.
Der Bantam-Mais schmeckt hervorragend. Er muss allerdings gleich nach der Ernte gegessen werden. Wenn man ihn tagelang im Kühlschrank aufbewahrt, verliert er an Aroma. 

Mein Rezept: In Wasser - ungesalzen - etwa 20 Minuten kochen, dann salzen und mit Butter bestreichen.

Kolben

13. September 08 

Wir sind eben aus dem Urlaub zurückgekommen. Der Mais ist abgetragen, die Blätter beginnen braun zu werden. Die letzten Kolben, die wir überreif geerntet haben, schmecken nicht mehr gut. Sie müssen ewig gekocht werden und haben Futtermaisaroma. Wir haben sie einfach zu lange an der Pflanze gelassen. Zum Gewinnen von Samen für das nächste Jahr sind sie allerdings gerade richtig. Da können sie noch weiter reifen.
Eigentlich ist es besser, frühe Kolben zur Samengewinnung reifen zu lassen, weil man damit auf Dauer Pflanzen züchtet, die sich frühzeitiger entwickeln. Aber die ersten reifen Kolben sind einfach zu verlockend zum Essen.
Die Bohnen gedeihen immer noch prächtig.

Nachtrag: Die letzten Bohnen haben wir an Allerheiligen geerntet. So toll und ertragreich waren sie noch nie.

Mais abgetragen

 
   
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